Nur meine zwei Cent

Parteiisch – Abhängig – Polemisch – Meinungsbildend

Wir sind umgezogen: http://zweicent.brostedt.de/

Mittwoch, 18. April 2007

In eigener Sache

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

So, liebe Leute. Ich weiß zwar nicht, ob und wieviele hier mittlerweile regelmäßig mitlesen, aber wer immer das jetzt hier lesen mag: Ab sofort ist mein Blog hier tot. Und diesmal ist das kein April-Scherz.

Trotzdem ist das alles weniger dramatisch als es auf den ersten Blick aussieht, denn ich habe jetzt endlich (ich fiebere schon seit mehreren Wochen diesem Zeitpunkt entgegen) meine Wordpress-Installation in Betrieb genommen, so dass ich in Zukunft mit den Unzulänglichkeiten, die Blogger mir bisher auferlegt hatte, nicht mehr herumkämpfen muss.

In Zukunft wird alles besser. Die Navigation macht endlich das, was ich will, das Archiv sieht so aus, wie ich es für angenehm halte, und die CSS-Vorlage ist auch kräftig entrümpelt worden. (Für die Kenner: Ich hab in Sachen CSS eine Menge aufzuholen gehabt, und das merkt man der Blogger-Vorlage wirklich an ;-)).

Alle Artikel, die ich hier bei Blogger seit September 2006 veröffentlicht habe (bis auf diesen letzten hier), habe ich auch in mein neues Blog hinübergerettet. Ob ich das auch mit den Kommentaren mache, weiß ich noch nicht. Ich glaube schon, aber das muss ja nicht sofort sein.

Ich werde versuchen, die Artikel hier so zu „korrigieren“, dass automatisch ein korrekter Permalink auf den Artikel im neuen Blog enthalten sein wird. Aber das dauert ebenfalls, immerhin sind das mittlerweile über 170 Artikel, und die Linkstruktur habe ich beim besten Willen nicht identisch nachbilden können.

Wichtig für die RSS-Reader: Ihr solltet euren Feed aktualisieren. Denn hier wird nach diesem Posting nichts neues mehr erscheinen. Höchstens wie gesagt die Änderungen für die neuen Permalinks, damit auch die, die in zwei Jahren hier nochmal reinstolpern, auf das aktuelle Blog umgelenkt werden können.

Ich habe noch mindestens drei weitere Blogs hier bei Blogger (ja, ja, nicht alle sind öffentlich, gell? ;-)), ob, welche, und wann die ebenfalls auf meinen Server umziehen werden, steht noch nicht fest.

So, ich bin dann mal weg. Und nicht vergessen: Der letzte macht das Licht aus! (Ich hoffe, ich bereue diesen Schritt nicht irgendwann.)

Labels: , , , , , , , , , , , ,

Dienstag, 17. April 2007

Aus der Unmündigkeit raus. Nicht rein.

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

Spreeblick prangert heute an, auf welche Weise die Medien den Blick für die wichtigen Dinge im Leben verblenden und stattdessen päpstliche Geburtstage feiern, nobelpreiswünschende Altbundeskanzler verehren oder royalistische Beziehungsbeendigungen ausposaunen. Es fällt mir schwer, dem etwas hinzuzufügen.

Labels:


Bitte hier klicken, falls die automatische Weiterleitung versagt: http://zweicent.brostedt.de/index.php/2007/04/aus-der-unmuendigkeit-raus-nicht-rein/

Montag, 16. April 2007

Killerspiel, next Level

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

Heißa, wieder ist ein Spinner ausgerastet. Nach letzten Eilmeldungen sind in den USA in einem Wohnheim der Universität von Blacksburg im Bundesstaat Virginia mindestens 20 Menschen bei einem Amoklauf ums Leben gekommen.

Nach unbestätigten Gerüchten haben die Polizisten als erstes den PC des mutmaßlichen Täters beschlagnahmt und ich würde mich nicht wundern, wenn sie auf seiner Festplatte Killerspiele wie „Super Mario Bros.“, „Pacman“, „Die Sims 2“, „Anno 1703“ und „Pong“ gefunden hätten. „Counterstrike“ und Konsorten war bestimmt auch darauf, aber das hat ja jeder Student auf seinem Rechner...

Oder könnten die Politiker und die Medien gerade die letzte, unbedeutende Tatsache mal wieder zum Anlass nehmen, gegen das erneut zu wettern, was hierzulande als „Killerspiele“ tituliert wird?

Labels: ,


Bitte hier klicken, falls die automatische Weiterleitung versagt: http://zweicent.brostedt.de/index.php/2007/04/killerspiel-next-level/

Sonntag, 15. April 2007

Freiheit statt Angst

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

Seit mehreren Wochen hatte ich jetzt dieses Banner fest in mein Blog eingebaut, das auf die Informationsseite des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung verwies, auf der für die Demonstration gegen den Überwachungswahn Werbung gemacht wurde, die gestern in Frankfurt am Main stattgefunden hat.

Ich habe diesmal auch den Arsch vom Sofa hoch bekommen und habe mich trotz des wunderschönen Wetters in den Tross der ungefähr zweitausend (in Worten: 2000) Demonstranten eingereiht. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich an einer derartigen Veranstaltung teilgenommen habe. Mein erstes öffentliches Fotoalbum habe ich dann auch gleich diesem Ereignis gewidmet.

Wirklich damit gerechnet, dass ein Bericht über diese Demo in der Tagesschau käme, hatte ich ehrlich gesagt nicht. Diesmal nicht. Dass diese Demo aber nicht die letzte sein würde, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Umso positiver hat es mich überrascht, dass zumindest das Hessen Fernsehen in seinen Nachrichten darüber berichtete. (Und ich lauf auch noch groß durch's Bild.)

Die Frage, die sich nur im Nachhinein stellt ist die nach dem Erfolg der Aktion. Hat das Ganze etwas gebracht? Natürlich haben wir in Schäuble keine Gewissensbisse hervorgerufen, er hat nach dem „lächerlich“ kleinen Aufmarsch von nur zweitausend Menschen garantiert nicht einmal schlecht geträumt. (Die Polizei will gar nur tausend gezählt haben, ich habe aber den Lindwurm auf der Mainzer Straße gesehen - das müssen wesentlich mehr als tausend gewesen sein.)

Was also sollte das Ganze dann überhaupt? Ziel ist es in erster Linie, die Bevölkerung wachzurütteln. Es gibt leider immer noch viel zu viele, die den Standpunkt vertreten, sie hätten doch nichts zu verbergen, und der Staat wisse schon was er tue, es sei doch nur zu unserer Sicherheit, usw. Bla Bla. Obwohl ich sogar diese Argumente schon kenne und mich im Austausch mit Gleichgesinnten auf deren Erwiderung eingestellt und ein paar passende Gegenargumente gesammelt hatte, war es mir zum Beispiel nicht einmal möglich, meine Schwiegermutter davon zu überzeugen, wie fatal ihre Einstellung (sie hat genau diesen Spruch „Ich habe nichts zu verbergen“ gebracht) sein kann. Ich hatte sogar das Beispiel mit dem Polizisten gebracht, der – analog zur geheimen Online-Durchsuchung – heimlich in ihr Wohnzimmer eindringen und aufgrund einer nicht eindeutigen Kennzeichnung ihre geheimen Tagebücher lesen würde. „Wenn das zu meiner Sicherheit ist und er damit nicht bei den Nachbarn hausieren geht...“, war ihre Antwort. Meine Frau sagte mir später, ich hätte die falsche Taktik gewählt: Ich hätte genau mit diesen Nachbarn kommen müssen, also z.B. einen Beamten ins Feld führen, der die Nachbarn nach ihr ausfragt. Beim nächsten Mal dann...

Nicht nur meine Schwiegermutter zeigte mir, wie schwierig es ist, bei dieser Thematik ein offenes Ohr bei denjenigen zu finden, die mit Datenschutz, informationellem Selbstbestimmungsrecht und Datensammelwut des Staats so eigentlich gar nichts direkt zu tun haben. Letzten Endes sind es doch nur die „bekloppten paranoiden Datenschützer“, die immer wieder phantomgleich durch die Medien geistern und von irgendwelchen unsichtbaren Gefahren schwadronieren, die einfach nur lächerlich, zu weit hergeholt oder im Angesicht der erklärten Ziele hinnehmbar klingen.



Gerade auf dieser Demo mitten in Frankfurt, wo scheinbar jede Woche irgendwelche „Spinner“ für irgendeinen „Quatsch“ eine Parade abhalten (so kommt es bei denen, die in der Frankfurter „Zeil“ einfach nur ihre Einkäufe erledigen wollen, zumindest an), wurde wieder deutlich, dass das Heranführen der „Ahnungslosen“ an die Thematik alles andere als einfach ist. Während auf der einen Seite die Überwachungsbefürworter allenthalben von Terrorgefahr, Kriminalitätsbekämpfung und Kinderpornos (in heutigen Tagen das Killerschlagwort schlechthin) zu lamentieren brauchen, ist von den Überwachungsgegnern nicht „mal eben“ an der Peripherie des Demonstationszuges interessierten Passanten mit drei Sätzen zu erklären, warum Datenschutz so wichtig ist, und warum geheime Online-Durchsuchungen und Fingerabdrücke in funkenden Pässen der falsche Weg sind, weil sie in einen totalitären Staat führen.

Vor diesem Hintergrund ist auf der Demo auch einiges schief gelaufen. In den Foren der entsprechenden Bürgerrechtsbewegungen oder auf Heise Online wird zur Zeit schon fleißigst Manöverkritik geübt. Hauptsächlicher Kritikpunkt sind die unzureichende technische Anlage, die nicht einmal annähernd in der Lage war, die Masse an Teilnehmern ausreichend zu beschallen. Zusätzliche Schwächen in der logistischen Organisation taten ihre Übriges, wenn die halbwegs funktionierende Beschallungsanlage in einem Anhänger irgendwo den Weg durch die Absperrpoller der Fußgängerzone sucht und die Redner an der Hauptwache sich mit Megaphonen begnügen müssen, welche es nicht einmal schaffen, in vierter Reihe oder noch weiter entfernt stehende Demonstrationsteilnehmer – geschweige denn zufällig anwesende Passanten – mit verständlichem Schall zu versorgen.

Vor der Paulskirche angekommen fallen mir die Unmengen an Sonnenanbetern an, die auf dem Platz gegenüber der Kirche in Massen ihre Eisbecher genießen und verwundert dreinblicken, was da denn jetzt wieder für eine Demonstration im Gange ist. Ein beherzter Griff in die Kiste mit den Informationszetteln und diese auf den dortigen Tischen verteilt hätte eine nicht unbeträchtliche Menge an Menschen für unsere Problematik gewinnen können. Antwort eines der Zettelträger: Da haben wir wohl zu wenige drucken lassen, vielleicht kann ja mal jemand Kopien anfertigen. Ach nee, schon gut, bis die Kopien fertig sind, liegt Frankfurt schon im Bett...

Wie gesagt. Ich habe mir von der Demo nicht versprochen, dass Schäuble einlenkt und sagt: „Oh, stimmt, ihr habt ja recht!“ Meiner Meinung war das Ziel, „unser“ Anliegen zu „eurem“ Anliegen zu machen. Also im Grunde dafür zu sorgen, dass bei der nächsten Demo nicht mehr zweitausend Menschen mitlaufen, sondern fünftausend. Dort wollen wir dann erreichen, dass bei der darauf folgenden Demo zwanzigtausend Menschen für ihre Bürgerrechte auf die Straße gehen. Bis irgendwann auch die Massenmedien wie die Tagesschau, die heute-Sendung, die privaten Sender, die großen Tageszeitungen und und und nicht mehr die Augen verschließen und lieber über irgendwelche Putin-Gegner in Moskau berichten können.

Denn wenn dieses Ziel erreicht ist, dann haben wir endlich die Chance, mit unserem Anliegen in den Köpfen der „bundesdeutschen Bevölkerung“ anzukommen. Und dann können wir endlich anfangen, gegen diesen Überwachungsstaat und den Weg in die Diktatur etwas zu unternehmen.

Nur meine zwei Cent...

Labels: , ,


Bitte hier klicken, falls die automatische Weiterleitung versagt: http://zweicent.brostedt.de/index.php/2007/04/freiheit-statt-angst/

Freitag, 13. April 2007

Paraskavedekatriaphobie

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

Ich muss es ja zugeben. Ich war heute Morgen auch schon wieder in der Gefahr, einfach im Bett liegen zu bleiben und den Tag zu verschlafen. Das lag aber eher daran, dass ich mal wieder viel zu wenig Schlaf bekommen habe. Jaja, ich weiß, das ist wirklich unverantwortlich gegenüber meinem Körper, ihm jeden Tag nur ca. vier, maximal fünf Stunden Schlaf zu gönnen...

Dabei war es mir gar nicht bewusst, und ich habe erst beim Abgrasen der Newsticker bemerkt, dass heute mal wieder ein Freitag, der Dreizehnte ist.

Wäre mir das von Anfang an bewusst gewesen, hätte ich mir beim Aufstehen natürlich erstmal den Zeh angehauen, die Morgentoilette wäre deutlich neben die Keramik gegangen und die Zahnpastatube wäre mir bestimmt geplatzt. Aber nichts davon ist passiert, wahrscheinlich lief mir auch einfach nur keine schwarze Katze von links unter einer Leiter durch über den Weg.

Dabei haben Auswertungen von Unfalldaten ergeben, dass sich statistisch an einem Freitag, dem Dreizehnten, nicht mehr Unfälle ereignen als an anderen Tagen, wie z.B. an einem Freitag, dem Sechsten, Freitag, dem Zwanzigsten, Donnerstag, dem Zwölften oder Samstag, dem Vierzehnten.

Laut Wikipedia wiederholt sich der Gregorianische Kalender alle 400 Jahre. In solch einer 400-Jahres-Periode gibt es genau 688 Freitage, die auf den Dreizehnten eines Monats fallen. Keine andere Wochen-/Monatstag-Kombination gibt es häufiger. Allerdings gibt es andere Wochen-/Monatstag-Kombinationen, die ebenfalls 688 Mal in 400 Jahren auftreten.

Ebenfalls laut Wikipedia ist die seltenste Kombination in solch einem Zyklus die aus Mittwoch und dem Einunddreißigsten, die nämlich nur 398 Mal vorkommt. Und diesen Status muss der Mittwoch, der Einunddreißigste, mit keinem anderen Tag teilen. Sollte dann also nicht dieser Tag irgendwie besonders gewürdigt werden? Muss es immer der Dreizehnte auf einem Freitag sein?

Andererseits... Wenn man schonmal damit angefangen hat, wieso wieder aufhören? Es könnte ja sonst passieren, dass all die Menschen da draußen, die an Paraskavedekatriaphobie leiden, keinen Grund mehr haben, endlich mal vernünftig auszuschlafen...

Labels:


Bitte hier klicken, falls die automatische Weiterleitung versagt: http://zweicent.brostedt.de/index.php/2007/04/paraskavedekatriaphobie/

Mittwoch, 11. April 2007

Hürdenlauf

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

Bis zu den Kommunalwahlen in NRW im Jahr 1999 einschließlich galt wie bei den Bundestagswahlen eine Fünf-Prozent-Hürde. Diese wurde jedoch nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster abgeschafft, weil sie inhaltlich nicht ausreichend begründet wurde. So kam es, dass bei den letzten NRW-Kommunalwahlen im Jahre 2004 erstmals viele kleine Splitterparteien mit einem oder wenig mehr Kandidaten in die Kommunalvertretungen einziehen konnten.

Hauptsächlicher Verlierer der letzten Kommunalwahlen war die SPD, die – obwohl Kommunalgedöns mit Bundespolitik nun gar nichts zu tun – im Kielwasser der Schröder-Regierung heftig ins Taumeln geriet. Aber wir kennen ja die Damen und Herren Politiker. Wenn es darum geht, Gründe für Stimmenverluste zu finden, suchen sie zuerst an allen anderen Ecken und Enden, aber zuletzt erst bei sich selbst.

Bei sich selbst ist die NRW-SPD noch nicht angekommen. Sie hat jetzt den ultimativen Grund für die letzte Kommunalwahlschlappe gefunden: Die nicht mehr existente Sperrklausel. Sie sagt das so natürlich nicht, sondern formuliert das geschickterweise ganz anders: Durch den Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde in NRW seien zu viele kleine Splitterparteien in die Kommunalvertretungen eingezogen, und dadurch würde das Regieren erschwert.

Als Konsequenz fordert die NRW-SPD nun, im Rahmen der Novellierung der NRW-Gemeindeordnung, eine Drei-Prozent-Sperrklausel einzuführen. Der stellvertretende NRW-SPD-Fraktionschef Jäger dazu:

Splitterparteien würden so besser abgeschreckt, und man bekäme stabilere Mehrheitsverhältnisse auf lokaler Ebene.

Wie war das nochmal? Die frühere Sperrklausel musste gestrichen werden, weil sie nicht ausreichend begründet wurde. Nach der dadurch entstandenen etwas vielfältigeren politischen Landschaft, in der nach demokratischen Gesichtspunkten der Wille des Volkes etwas mehr berücksichtigt werden müsste, will die SPD eine neue Drei-Prozent-Hürde einführen, weil sie mit den ganzen Ratsfuzzis der Alternativen Listen, Bürgerinitiativen und Nachbarschaftsgemeinschaften einfach nicht nach eigenen Gutdünken regieren kann.

Ob das Oberverwaltungsgericht Münster diese Begründung diesmal für ausreichend hält? Oder muss man nur fünf Prozent begründen, drei Prozent aber nicht?

Labels:


Bitte hier klicken, falls die automatische Weiterleitung versagt: http://zweicent.brostedt.de/index.php/2007/04/huerdenlauf/

Unter keinen Umständen

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

Auf gar keinen Fall solltet Ihr diese Animation im Vollbildmodus auf eurem Laptop ablaufen lassen, während Ihr in öffentlichen Verkehrsmitteln wie U-Bahnen, Zügen oder Flugzeugen unterwegs seid und andere Personen einen Blick auf euer Display erhaschen können...

Labels:


Bitte hier klicken, falls die automatische Weiterleitung versagt: http://zweicent.brostedt.de/index.php/2007/04/unter-keinen-umstaenden/

Dienstag, 10. April 2007

Wolf im Schafspelz

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

Ich hab gedacht, ich les nicht richtig. Die Meldung auf Heise Online lautete tatsächlich: „NRW-Innenminister sieht Gefahr des Überwachungsstaats“.

Ich hab mir den Artikel wirklich durchlesen müssen, um mich davon zu vergewissern, dass hier tatsächlich vom NRW-Landesinnenminister Ingo Wolf (FDP) die Rede ist, und dass es wirklich um Kritik an Schäubles Plänen zur Kappung von verfassungsmäßig garantierten Rechten, z.B. durch Einführung einer Online-Durchsuchung, geht. Und es ist tatsächlich die Rede von Ingo Wolf.

Der Ingo Wolf, der schon im Juli letzten Jahres Pläne vorstellte, dem NRW-Verfassungsschutz das heimliche Ausspähen von Daten auf privaten Festplatten zu erlauben.

Der Ingo Wolf, der bei der Vorstellung des Entwurfs für das neue NRW-Verfassungsschutzgesetz Ende August fachmännisch von „Internet-Festplatten“ spricht, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Der Ingo Wolf, dessen Entwurf für jenes Gesetz letztlich unserem Bundesinnenminister Schützenhilfe bei seinen eigenen Überwachungsplänen leistet.

Der Ingo Wolf, der T-Mobile mit Zwangsgeldern belegen lassen wollte, weil T-Mobile (zu) häufig Aufforderungen von Justizbehörden missachtete, Handys von gefährlichen Straftätern oder Suizidgefährdeten zu überwachen.

Der Ingo Wolf, gegen dessen Verfassungsschutzgesetz vor einem Monat von seinem Parteikollegen Gerhart Baum Verfassungsbeschwerde eingereicht wurde.

Ich wollte das nur noch mal in Erinnerung rufen. Auf dass sich das schön ins Hirn einbrennt, damit das mal endlich nicht wieder in Vergessenheit gerät, wenn es wieder darum geht, für unser Land beziehungsweise unseren Staat ein oder zwei Kreuzchen zu machen.

Labels:


Bitte hier klicken, falls die automatische Weiterleitung versagt: http://zweicent.brostedt.de/index.php/2007/04/wolf-im-schafspelz/

Sonntag, 8. April 2007

Eier im Staub

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

Ostern. Ist das nicht im Christentum das Fest, wo der Weihnachtsmann als Hase wiedergeboren wird?

Ja ja, mit den Osterbräuchen und den Religionen ist das so eine Sache. Die einen feiern Jesu Wiederauferstehung, indem sie den ganzen Tag in wirren Prozessionen durch andalusische Dörfer ziehen und dabei Madonnen-Statuen verehren wie Michael Jackson kleine Jungs. Die anderen fröhnen heidnischen Gelüsten, verstecken ihre Eier unter jenen Sträuchern, unter denen die Kinder, die sie suchen sollen, selbst entstanden sind, oder stecken riesige Scheiterhaufen in Brand, nennen das ganze Osterfeuer, und verraten dabei nicht, dass das nur die Gartenabfälle sind, die nach dem Winter beim Frühjahrsputz im Klein-, Schreber- oder heimischen Garten angefallen sind. (Dieses Jahr kommen noch die ca. 15 Millionen Festmeter Brennholz aus dem Sauerland dazu – hei, was für ein Feuerchen!)

Dabei könnten die Osterfeuer bald der Vergangenheit angehören. Das Zauberwort heißt: Feinstaub. Nachdem also die rauchenden Autofahrer („sechfache Überschreitung der Feinstaubgrenzwerte selbst bei offenen Fenster...“) auf die Abschussliste gesetzt wurden und bald Geschichte sein werden (ich will nicht wissen, wie oft meine Mutter mit mir als Steppke im Fond im Auto geraucht hat, ich muss mittlerweile ein wahrer Feinstaubbeutel sein, zumal ich diese Tradition auch noch fortgesetzt hatte), müssen demnächst die Osterfeuer dran glauben.

Und wenn wir die endlich aus dieser christlichen Welt verbannt haben, sind die anderen heidnischen Bräuche wie Martinsfeuer, Sonnenwendfeiern oder Silvesterfeuerwerke an der Reihe. Damit die Madonnen-Prozessionen auch hierzulande wieder ungetrübt ihre Kreuzgänge durch die Ortschaften antreten können, ohne gleich dem unchristlichen Feinstaub von vier Passivrauchern ausgesetzt zu sein.

Labels:


Bitte hier klicken, falls die automatische Weiterleitung versagt: http://zweicent.brostedt.de/index.php/2007/04/eier-im-staub/

Samstag, 7. April 2007

Wirbelstürme

Kurze Werbeunterbrechung: „Nur meine zwei Cent“ ist umgezogen. Sie finden uns jetzt unter http://zweicent.brostedt.de/.

Ich weiß ja nicht – noch(?) ist meine Leserschaft scheinbar nicht groß genug, um hier regelmäßige Kommentare auf meine Beiträge zu erhalten – ob meine bisherigen Kommentare zu dem Tornado-Einsatz und der Entführung der beiden Deutschen im Irak klar genug waren, darum hier jetzt eine klitzekleine Klarstellung diesbezüglich:

Am 19. April, vielleicht schon am 18. April, wenn das Bundesverfassungsgericht über die Klage der Linksfraktion, die in Form eines Eilantrags zwar abgelehnt wurde, aber immer noch einer Entscheidung harrt, ein Urteil fällt, ob die Tornado-Kampfjets in Afghanistan deren Meinung nach rechtmäßig operieren dürfen oder ob sie vielleicht doch wieder zurück gepfiffen werden müssen, weil deren Einsatzbefehl gegen unsere Verfassung verstößt – spätestens dann werden wir beziehungsweise die Medien erfahren, ob die Geiseln frei sind, oder ob sie von den islamistischen Geiselnehmern hingerichtet wurden.

Ich kann den Charakter der Meldung sogar schon vorhersagen, er ist lediglich abhängig von der verfassungsgerichtlichen Entscheidung: Sagen die Verfassungrichter, der Einsatz der Bundeswehr-Kampfjets ist verfassungswidrig und geben sie die Klage der Linksfraktion (der scheinbar einzigen Opposition, die noch einen Arsch in der Hose hat) statt, sind die Geiseln frei oder so gut wie. Dürfen nach Meinung der Verfassungsrichter aber die Tornados in Afghanistan bleiben, sind die Geiseln tot.

Labels: ,


Bitte hier klicken, falls die automatische Weiterleitung versagt: http://zweicent.brostedt.de/index.php/2007/04/wirbelstuerme/

TopBlogs.de